Dynasty

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Wer von uns träumt denn nicht davon General Manager eines NFL-Franchises zu sein? Spieler langfristig an ein Team binden, mit anderen Ownern traden und im Draft die besten Rookies für das eigene Team auswählen. Im Fantasy Football gibt es ein Format, das diesem Traum sehr nahe kommt – das Dynasty-Format.

Spielprinzip

Dynastie: Ursprünglich beschreibt man damit ein Herrschergeschlecht, dem es gelungen ist, über einen längeren Zeitraum durch Macht-, Wirtschafts- und HeiratspolitikDiplomatie und Intrigen, sowie letztlich einer gelungenen Erbfolge eine kontinuierliche Besetzung der höchsten Fürstenwürde ihres Landes zu garantieren. (Quelle: Wikipedia)

Dieser Satz beschreibt die Eigenschaften einer Dynasty-Liga schon ganz gut. Dadurch, dass man nicht jedes Jahr ein neues Team draften kann, sondern einen großen Entry-Draft hat und in den folgenden Saisons nur durch Rookies neues Spielermaterial dazu bekommt, sollte man einen langen Atem haben, planen können und Verhandlungsgeschick haben. Denn eins kann man definitiv über eine Dynasty-Liga behaupten: Der Zeitaufwand ist enorm (wenn man es denn vernünftig betreiben will).

Gründet man eine Dynasty-Liga (Standard sind zwölf Teams), startet man mit einem großen Entry-Draft. Hier können alle Teilnehmer aus dem aktuellen Spielerpool ihr Roster auswählen. Man geht mit diesem durch die Saison und behält, anders als im Redraft-Format (wie es der Name schon sagt), sein Roster, um im besten Falle eine Dynastie aufzubauen.

Entry Draft Dynasty Liga

Auszug aus dem Entry-Draft 2016 der RBTV-Dynasty-Liga

Die Offseason

Nach der Saison analysiert man sein Team:

  • Wo waren meine Schwachstellen?
  • Wie ist die Altersstruktur in meinem Roster?
  • Was ist gut gelaufen?
  • Wie sehen die Verträge meiner NFL-Spieler für die kommende Saison aus?
  • Haben meine Spieler ihr NFL-Team gewechselt und was bedeutet das für mich?

Hat man etwas Analyse betrieben, schaut man sich die kommenden Rookies an. Das heißt, man sichtet vielleicht Videomaterial bei YouTube oder durchforstet ein paar Listen von NFL-Experten (siehe auch unser eigenes Ranking), um sich einen Überblick über die neuen potentiellen Stars der Liga zu verschaffen.

In der Offseason spielt die Dynasty-Spielform auch ihren eigentlichen Trumpf aus. Nicht nur, dass man sich auf die neue Spielergeneration vorbereitet, man verhandelt auch mit den Mitspielern um Picks und Spieler, um seinen eigenen Kader auf die neue Saison vorzubereiten. Erinnert man sich an die Dynastie-Definition (s.o.) kann man sich hier richtig austoben: Vielleicht intrigiert man gegen seine Mitspieler, um im Draft eine gute Position zu ertraden, oder man spielt seine Machtposition aus, weil man den besten Pick hat und es den einen oder anderen Interessenten gibt.

Blick nach vorn

Was man aber nie vergessen darf: Deine Handlungen haben Auswirkungen! Anders als im Redraft, kann man nicht einfach von vorne starten und alles vergessen, was schief gelaufen ist. Man sollte auch nicht ausschließlich mittelfristig denken. Manche Spieler brauchen vielleicht mehr Zeit, um sich in der harten Profiliga zu etablieren. Vertraue ich als Owner einer Fantasy-Franchise darauf? Diese Fragen muss man sich stellen, wenn man vor allem junge Spieler bewerten möchte. Es fällt natürlich leichter einen Antonio Brown zu bewerten als vielleicht einen Sterling Shepard oder Josh Doctson. Mit der Zeit, und das habe ich am eigenen Leib erfahren, fällt einem das dann aber doch auch immer leichter. Erfahrung ist hier das Schlüsselwort!

Varianten

Als Spielart der Dynasty-Liga gibt es noch den Zusatz IDP (Individual Defense Player), hier zieht man also nicht nur eine Team-Defense, sondern wirklich für jede Position in der Defense eigene Spieler. Dementsprechend vergrößern sich natürlich auch die vorgegebenen Kadergrößen und die Aufstellungsvarianten. So bekommt das Spiel nochmal extrem viel mehr Tiefe und Variabilität.

Eine etwas abgeschwächte Variante des Dynasty-Formats ist die sogenannte Keeper-Liga. Hier behält man nicht seinen gesamten Kader, sondern nur eine vorher festgelegte Anzahl an Spielern. Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt am Ende der Saison muss man sich entscheiden, wen man behalten will. Nicht ausgewählte Spieler gehen natürlich wieder in den Draftpool über.

Vorteile

Der Vorteil liegt in der Tiefe und in der Interaktion mit den Mitspielern. Man verhandelt, man streitet sich auch mal, aber durch die Langfristigkeit des Spielsystems entstehen auch Freundschaften. Genau auf diese Art und Weise ist es überhaupt zu Ach Du Alarm gekommen.

Nachteile

Der Zeitaufwand ist enorm und man sollte sich darüber auch vorher im Klaren sein. Es wäre sehr schade für die Mitspieler, wenn man nach einer halben Saison merkt: „HUI, das ist mir aber zu viel Aufwand!“ und sich dann verabschiedet. Im Großen und Ganzen ist es aber auch der einzige negative Aspekt.

Nichts für Einsteiger

Ganz ehrlich: Wenn man selbst Fantasy-Rookie ist, sollte man eventuell die Finger von einer Dynasty-Liga lassen. Vielleicht fängt man lieber auf nfl.com mit einer zufälligen Redraft-Liga an um zu schauen, was Fantasy Football überhaupt ist. Wenn man so will, ist Dynasty die Königsklasse des Fantasy Footballs. Andererseits: Man wächst mit seinen Aufgaben.

Bewertung

Wissen:
Zeitaufwand: